Berichte aus dem Kreisverband Mark

1. Juli 2017

Am 1. Juli 1977 – vor 40 Jahren – wurde mit der Reform des Ehe- und
Familienrechts die Ungleichbehandlung der Frau im Familienrecht
abgeschafft. Die Familiengerichte wurden geschaffen.

 


Bernadette Böger Kreisvorsitzende der Frauen Union Mark: „Spannende Woche: Am 1. Juli 1977 trat eine grundlegende Reform des Ehe- und Familienrechts in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Und in dieser Woche – 40 Jahre später - wird mit der „Ehe für Alle“ wieder grundlegend über das Eherecht im Deutschen Bundestag diskutiert.“

„Für junge Frauen ist vieles heute selbstverständlich: Meinungsfreiheit, Schulbildung, freie Berufswahl, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eigene Kontoführung, Selbständigkeit. Generationen von Frauen haben sich dafür eingesetzt und gekämpft. Auch 40 Jahre nach der Reform des Ehe- und Familienrechts bleibt vieles zu tun, um den Allgemeinen Gleichheitssatz des Grundgesetzes mit Leben zu füllen. Manchmal gab es große Schritte, oftmals viele kleine.“, erinnert sich Böger an politische Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte.

Eine der wichtigsten Neuerungen vor 40 Jahren war es, dass bei einer Ehescheidung die Schuldfrage nicht mehr geklärt werden musste. Unterhalt bekommt seit dem der Ehepartner, der darauf angewiesen ist. Und die Frauen, die sich in einer Ehe keine eigenen Rentenansprüche erwerben konnten, bekamen ein selbständiges Recht auf Altersversorgung.

Bernadette Böger „Damals durfte der Ehemann noch den Arbeitsvertrag der Frau kündigen, sofern sie überhaupt arbeiten gehen durfte. Heute unvorstellbar, aber in Deutschland erst 40 Jahre her. Danach folgten viele weitere Gesetze, die die Rechtstellung von Frauen verbesserten: 1979 wurde der Mutterschaftsurlaub eingeführt, 1980 der Unterhaltsvorschuss, im gleichen Jahr das Gesetz über die Gleichbehandlung von Männern und Frauen am Arbeitsplatz, 1986 kam dann das Gesetz über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub, 1987 wurde unter dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl die Abteilung für Frauenpolitik neu gegründet und vieles mehr.

Doch Zeit zum Ausruhen haben wir als Frauen Union noch nicht: Solange Frauen eine um 53 % geringere Alterssicherungsleistung als Männer haben, bleibt für uns weiterhin viel zu tun.“*

*2015: Gender Pension Gap, zuletzt veröffentlicht im Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

7. Juni 2017

Die Lage der Frauen in Polen

Wie leben Frauen in Polen? Welche Unterschiede gibt es zu Deutschland? Und welche Rolle haben polnische Frauen in der Politik? Über diese und viele andere Fragen diskutierte jetzt die Frauen Union Mark mit Malgorzata Maslyk in Hemer. Frau Maslyk kommt aus Polen und ist Stipendiatin des Internationalen Parlaments-Stipendiums (IPS) beim Deutschen Bundestag. Im Rahmen des Stipendiums absolviert sie ein dreimonatiges Praktikum im Büro der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser in Berlin.

Einleitend hat Frau Maslyk eine Präsentation vorgestellt, in der sie viel über das Leben von Frauen in der Volksrepublik Polen (am Beispiel ihrer Großmutter), das Leben von Frauen in der Wendezeit (am Beispiel ihrer Mutter) sowie über das Leben von Frauen ihrer Generation berichtete. Bei dem Streifzug durch die Geschichte der Frauen in Polen verdeutlichte sie insbesondere an der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg die Abhängigkeit von der Sowjetunion und die sozialen Unterschiede. Viele Frauen waren erwerbstätig. Dank problemlosem Zugang zu kostenlosen Kitas und Kindergärten haben es die Frauen in der Regel jedoch schon damals geschafft, Arbeit und Familienleben miteinander zu vereinbaren.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion mussten viele Frauen ihr Leben plötzlich neu gestalten, um ein Platz auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Heutzutage haben junge Polinnen mehr Entwicklungsmöglichkeiten als ihre Großmütter oder Mütter. Trotz dessen ist die Rolle der Frauen traditioneller als in Deutschland und viele junge Frauen konzentrieren sich auf ihre Familien. Allerdings ist auch hier ein Wandel zu erkennen. Viele junge Frauen zieht es in die Städte, unter anderem weil sie dort bessere berufliche Chancen haben.

Frau Maslyk hat auch über die im polnischen Parlament mit der Mehrheit regierende Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit) berichtet. Besonders das Thema der Reform des Verfassungsgerichts, die Einschränkung der polnischen öffentlichen Medien sowie die Beziehungen nach Deutschland und in der EU wurden angesprochen. Frauen verschaffen sich jedoch immer häufiger – und erfolgreich – Gehör im politischen System Polens.

Dem Impuls zu dem interessanten Thema folgte eine ausführliche und lebhafte Diskussion. Die vielen interessierten Zuhörerinnen stellten viele Fragen, z. B. zum Thema Pflege, Gleichbezahlung von Frauen und Männern, Frauenquote, Sozialhilfen und dem demografischen Wandel.

Christel Voßbeck-Kayser und die Vorsitzende der Frauen Union Mark, Bernadette Böger waren sich einig: „Frauen haben eine starke Stimme – das haben wir am Vortrag von Frau Maslyk gemerkt. So wie in Deutschland hat sich auch in Polen das traditionelle Frauenbild verändert. Frauen mussten sowohl in Polen als auch in Deutschland vielen Herausforderungen gegenüberstehen. Unsere Länder, unsere Kultur oder die Mentalität mögen sich unterschieden, aber es ist immer wichtig zu wissen, wie es unseren Nachbarinnen geht und wie wir voneinander lernen können.“

13. März 2017

Frauenunion NRW wählt neuen Vorstand in Ahaus

Am vergangenen Wochenende fand der 27. Landesdelegiertentag der Frauen Union NRW auf dem Tobit –Campus in Ahaus im Münsterland statt. Neben der politischen Prominenz der CDU, wie Armin Laschet und Jens Spahn waren auch die heimischen Delegierten der Frauen Union des Märkischen Kreises vertreten.

Im Mittelpunkt standen die Vorstandswahlen der FU NRW, wobei Ina Scharrenbach MdL aus dem benachbarten Kreis Unna nun die 35.000-frau starke Frauenunion in Nordrhein-Westfalen führt, die bereits mehrfach im heimischen Raum zu den Themen Kita und Schule zu Gast referierte. Der scheidenden Vorsitzenden Ingrid Fischbach MdB wurde gedankt für sechs Jahre engagierter Vorstandsarbeit für die Frauenunion NRW.

Zudem wurden in den Ahauser Thesen wichtige Akzente für die Bundes- und Landespolitik in den Bereichen, Bildung, Pflege, Digitalisierung, Innere Sicherheit gesetzt.


Delegierte aus dem Märkischen Kreis mit der
Vorsitzenden der Landes FU Ina Scharrenbach (4.v.r)

Die FU Kreisvorsitzende aus dem Märkischen Kreis und Hemeranerin Bernadette Böger wurde erneut in den erweiterten Vorstand gewählt. Ina Scharrenbach ist bereits als Obfrau im Untersuchungsausschuss des Landtages zu den Kölner Silvesterübergriffen bekannt. Dort hat sie hervorragende Arbeit geleistet. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr“, so Bernadette Böger und zog insgesamt eine positive Bilanz der Delegiertenversammlung und die gute Aufbruchstimmung auf einen spannenden Landtagswahlkampf.

8. März 2017

Internationaler Frauentag


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12. Dezember 2016

Jahresbilanz bei der Frauenunion Kreisverband Mark in Altena

Bernadette Böger bleibt an der Spitze der Frauenunion Mark, die am Mittwoch nicht nur Jahreshauptversammlung in Altena hielt, sondern auch die frauenpolitischen Themen des anstehenden Wahlkampfs beleuchtete. Dominierende Themen bleiben Pfleg und Altersarmut, wie die heimische Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser in ihrem Vortrag erläuterte. Beide Felder können im Alltag von Frauen eng miteinander verknüpft sein: Wer zugunsten der Pflege der eigenen Eltern aus dem Beruf aussteigt, hat häufig das nachsehen – auch wenn sich Pflegezeiten in Rentenpunkten niederschlagen können. „ Frauen erreichen über die Pflege hinaus oft selbst das eigene Rentenälter. Darüber hinaus können sie sich durch Pflege aber keine weiteren Rentenpunkte erwirtschaften.“ Das soll aber mit der Flexi-Rente möglich werden: Älteren Arbeitnehmern soll die Chance gegeben werden, durch flexible Arbeitszeitenmodelle noch im Berufsleben zu bleiben und so das Rentenkonto aufzubessern. In punkto Altersarmut will Voßbeck-Kayser nicht länger hinnehmen, dass diese ausschließlich über die Leistung der gesetzlichen Rente finanziert wird. „ Die Anzahl der Rentner, die zusätzliche staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, liegt im Drei-Prozent-Bereich. Viele, die aus der Rentenkasse wenig bekommen, erhalten zusätzlich Leistungen aus privater Vorsorge und aus betrieblicher Altersvorsorge. Wir möchten ein System etablieren, das all diese Leistungen in einem Rutsch erfasst.“ Witwen, die aufstocken müssen, dürfe jedoch nicht die komplette stattliche Hilfe verweigert werden, wenn sie durch eine Rentenerhöhung aus dem Berechtigungsraster fielen. Christel Voßbeck-Kayser will Bürokratie abbauen – auch für junge Mütter, die selbst entscheiden möchten, wann sie nach der Geburt wieder in den Beruf einsteigen.

Landtagsabgeordneter Thorsten Schick, der ein Grußwort sprach, kritisierte, dass aus seiner Sicht mangelnde Verantwortungsbewusstsein der rot-grünen Landesregierung: „Auf der Kölner Domplatte war die Polizei an allem Schuld und wenn die Kommunen ausbluten, ist der Bund verantwortlich. Das kann es nicht sein.“ Die Scheren der Finanzierung zwischen Ballungszentren wie Dortmund und ländlichen Regionen wie dem Märkischen Kreis gingen immer weiter auseinander: Am Beispiel Inklusion will sich Thorsten Schick für ein Moratorium stark mache – und setzt dabei auf die Hilfe der Frauenunion: „Sie sind bei der thematischen Ausrichtung ganz vorne.“

Manches Thema aus dem vergangenen Jahr ist noch nicht vom Tisch, wie Bernadette Böger in ihrem Jahresbericht: Sterbebegleitung, Pflegestärkungsgesetz, Betreuung von Kindern und Erwachsenen –vielfach fehle es noch an Akzeptanz. Bernadette Böger wird die Geschicke der Frauenunion Mark weiterhin mit ihrer Stellvertreterin Gudrun Hein leiten. Die wurde von Inge Becker geehrt für 20 Jahre an der Spitze Frauenunion Altena/Nachrodt-Wiblingwerde.

Weitere stellvertretende Vorsitzende ist Annegret Schmitt. Ute Baecker bleibt Schriftführerin, vertreten von Angela Plötz. Lena Sablowski und Marion Kreuder-Rathman wurden zur ersten und zweiten Pressesprecherin gewählt. Dem Vorstand gehören nun 14 Beisitzerinnen aus dem Märkischen Kreis an. Zudem wählten die Anwesenden die Delegierten für die Bundes-und Landestagung der Frauenunion, die Bezirksdelegiertentagung und den Kreisparteitag.


v. l.: Angela Plötz, Marion Kreuder-Rathmann, Gudrun Hein, Bernadette Böger, Ute Baecker, Annegret Schmitt, Lena Sablowski, Christel Voßbeck-Kayser MdB, Thorsten Schick MdL.

Text: Ina Hornemann Altenaer Kreisblatt - Erschienen am 13.01.2017

 

 

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